AWARENESS WEEKS 8.-25.5.

Im Rahmen des aktuellen Erasmus+ Projektes „Engaging ECO Citizens“* forschen seit diesem Schuljahr fünf Arbeitsgruppen aus der Q1 zu Themen Ernährung, Mobilität, Konsum, Umwelt und Nachhaltigkeit. Dies tun sie in Zeiten ohne Corona in analogem Austausch mit ihren vier europäischen Partnerschulen in Frankreich, Polen und Spanien. Jetzt machen die Schüler*Innen trotzdem mobil und werden ab dem 11. Mai an jedem Schultag zeigen, wie man mit umweltbewusstem und nachhaltigem Verhalten viel bewegen kann.

Während der „Awareness weeks“ wird täglich und an dieser Stelle ein Beitrag einer Arbeitsgruppe veröffentlicht, der eigene Aktionen, Tipps, oder Hintergrundinformationen zu den verschiedenen Themen aufzeigt. So werden z.B. Einblicke in den nachhaltigen Umgang mit Nahrungsmitteln, die Recyclingmöglichkeiten von Kleidung sowie Strategien der Abfallvermeidung und Möglichkeiten des Wasser- und Stromsparens aufgezeigt. Nachhaltigkeit und Klimaschutz im Bereich Mobilität stehen für den ersten Tag auf dem Wochenplan.

Tag 11 // LESS PLASTIC DAY @awarenessweek

Geschätzt landen bis zu 13 Millionen Tonnen Plastikmüll jährlich in den Weltmeeren.

Viel zu lange ist es nicht als solches erkannt worden und wird nun zum Glück mehr und mehr thematisiert. Große Supermarktketten stellen um auf Papiertüten und ändern ihr Sortiment, Menschen nehmen ihre eigenen Taschen mit, statt Plastiktüten in Geschäften zu kaufen.

Eva, Carina, Rejana und Gina haben mal genau in ihren Einkaufswagen geschaut…

Was können wir dagegen tun?

Bernhard Bauske, Plastikmüll-Experte der Umweltschutzorganisation WWF, erklärt die globalen Dimensionen des Problems. Die meisten Kunststoffe sind biologisch nicht abbaubar. Einmal in der Umwelt, wird der Müll zu einem dauerhaften Problem. Dazu kommt die schiere Menge an Abfall. Je nach Schätzung gelangen bis zu 13 Millionen Tonnen Plastik pro Jahr in die Weltmeere. Das ist etwa so, als würde jede Minute ein großer Müllwagen ins Wasser entleert. Die Folgen sind überall sichtbar, vermüllte Strände, gewaltige Plastikansammlungen auf dem Meer oder Plastikmüll in den Mägen von Walen oder Meeresvögeln.

Wie gelangt der Plastikmüll in die Weltmeere?

Etwa 80 Prozent des Meeresplastiks kommt vom Land über große Flüsse ins Meer. Der Rest stammt aus der Schifffahrt und der Fischerei. Dort werden Plastikabfälle einfach über Bord geworfen, oder Fischernetze gehen verloren und werden nicht wieder geborgen.

Aus welchen Ländern stammt der Plastikmüll?

Ein Großteil kommt aus Ländern, in denen der Müll nicht richtig eingesammelt wird, also Länder in Afrika, Südamerika und vor allem Südostasien. Die Abfälle werden oft einfach in die Flüsse geworfen. Viele illegale Müllkippen liegen in der Nähe von Meeren und Flüssen. Mit der Strömung treibt der Abfall schnell weg und bleibt nicht vor der eigenen Haustür liegen. Entsprechend groß ist der Anteil dieser Länder am Meeresplastik. In Deutschland funktionieren die Mülltrennung und das Recycling besser. Natürlich wird auch an unseren Stränden achtlos Müll liegen gelassen, allerdings ist die Menge deutlich geringer.

Welche unterschiedlichen Arten von Plastik gibt es in den Meeren?

Ein Problem ist das Mikroplastik. Das sind kleinste Plastikteilchen, die entweder Kosmetikprodukten bewusst beigemengt werden oder durch Abrieb zum Beispiel beim Waschen von Kunststofftextilien entstehen. Das Mikroplastik gelangt über Abwassersysteme in die Flüsse und Meere. Die größeren Teile sind Plastiktüten oder Verpackungen. Auch sie haben negative Auswirkungen auf maritime Ökosysteme.

Was sind das für Auswirkungen?

Meeresschildkröten verwechseln Plastiktüten mit Quallen und fressen sie. Aus der Fischerei gelangen Taue und Netze in die Meere. Darin können sich Meeressäuger wie Delfine oder Robben verfangen und sterben, weil sie nicht mehr zum Atmen an die Oberfläche kommen können. Wale nehmen Plastikmüll auf, wenn sie mit ihrem Maul Plankton aus dem Wasser filtern. Meeresvögel fressen regelmäßig Plastik, weil sie den Abfall mit Nahrung verwechseln. Die Folgen sind dramatisch. Scharfkantige Teile können den Magen-Darm-Trakt verletzen. Plastiktüten verstopfen den Darm und erzeugen ein falsches „Sättigungsgefühl“. Am Ende können die Abfallreste nicht mehr richtig ausgeschieden werden und verstopfen das Verdauungssystem. Über kurz oder lang können die Tiere an dem aufgenommenen Müll sterben. Auch an den artenreichen Korallenriffen kann man die Auswirkungen gut beobachten. Der Müll lagert sich auf Korallen ab und stört dieses fragile Ökosystem. In der Tiefsee zerstört der Plastikmüll wichtigen Lebensraum und gefährdet die oftmals noch unerforschte Artenvielfalt.

Gelangt das Meeresplastik durch die Fische auch auf unsere Teller?

Die meisten Fische werden vor dem Verzehr ausgenommen und damit auch potenzieller Plastikmüll entfernt. Anders ist es bei Meeresfrüchten wie Austern oder Muscheln. Über sie nehmen wir auch Mikroplastik auf. Möglicherweise sind diese kleinen Plastikteilchen Träger von Schadstoffen. Ob dies auch bedeutende Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben kann, ist bisher unklar.

Es gibt zahlreiche Projekte, die den Plastikmüll aus dem Meer fischen wollen – zum Beispiel mit großen Netzen. Wie erfolgversprechend sind solche Ansätze?

Grundsätzlich ist das Einsammeln von Müll am Strand oder auf dem Meer eine gute Sache. Wir gehen aber im Moment davon aus, dass etwa 90 Prozent des Plastikmülls in die Tiefen der Meere absinkt. Das Abfischen an und direkt unter der Oberfläche löst nur einen kleinen Teil des Problems. Effektiver wäre es, den Müll an den Flussmündungen abzufischen. Dort gelangt in einigen Regionen nämlich massiv Müll in die Meere. Die beste Lösung ist aus meiner Sicht allerdings die Bekämpfung der Ursachen. Wir müssen deutlich weniger Abfall produzieren und den globalen Müllberg verringern. Außerdem müssen wir dafür sorgen, dass die Entsorgungssysteme auf der gesamten Welt funktionieren – auch in Ostasien, Afrika und Lateinamerika. Dafür sollten sich auch die globalen Unternehmen, die in diesen Ländern produzieren, am Aufbau und einer Finanzierung der Abfallsysteme beteiligen.

Was kann jeder von uns gegen den Plastikmüll im Meer tun?

Auch in Deutschland nimmt die Menge der Verpackungen immer mehr zu – zum Beispiel durch den Boom des Onlinehandels oder Kauf und Verzehr von Essen und Getränken unterwegs. Dadurch wächst der Müllberg, und der weltweite Ressourcenverbrauch, zum Beispiel von Erdöl, steigt. Deshalb sollte sich jeder Verbraucher, aber auch die Industrie, dringend Gedanken darüber machen, wie man Verpackungsmüll reduzieren kann. Ich selbst kann mit einer Jutetasche einkaufen gehen, unverpacktes Obst und Gemüse kaufen oder auf den Coffee to go verzichten. Und natürlich sollte man seinen Müll richtig trennen und entsorgen. Nur so kann der Abfall richtig recycelt werden und muss nicht verbrannt werden.

Tag 10 // VEGGIE CHALLENGE DAY @awarenessweek

Truc Nguyen + Helia Elahi // How can we live a more eco-friendly lifestyle? 

Veganism and vegetarianism are frequently mentioned lifestyle choices which could help the environment. The influences of meat and dairy on our greenhouse gas emissions are mostly accepted, but still vegetarianism and most of all veganism have come under criticism, quite likely because of the influence they might have on our body. Some people say it is unhealthy to refrain from animal products, others just like meat too much and others simply do not think about changing their nutrition. But is it really that hard (for your body and healthy) to go veggie?

Helia Elahi’s veggie challenge

The Idea

We have both always liked meat and dairy products and have no experience whatsoever when it comes to living a vegan or vegetarian lifestyle. So, we decided to find out how hard it really is to change our nutrition and challenged ourselves to be vegetarian for two weeks. We planned to take pictures of our meals and report our experience.

The Goal

We wanted to find out how hard it would be for someone who has always eaten and liked meat to become vegetarian. On the quiet, we also hoped that more people become open to the idea of vegetarianism and get inspired to challenge themselves.

What was it like?

Being vegetarian was surprisingly easy for me. Since my family does not cook much meat on weekdays, there were many dishes that I would have eaten anyways and other only had to be changed slightly. Many recipes that I found were even vegan, so by accident I was vegan for a couple of days. To be honest, there were also those days when I ran out of ideas on what to cook and felt a bit frustrated because it would have been easier to cook a meal containing meat. When it comes to my health or other habits, I did not feel any change. Of course, sometimes I would see my friends and family eat meat and food I really liked, and I have to admit it was hard to resist but once I got used to it, I was fine. I could see myself eat less meat or even going vegetarian for some time and think everyone should try it.

Truc Nguyen’s veggie challenge

During the first couple of days of being vegetarian I recognized that I had less energy than usual and that I was extremely tired when I came home from school. But since Homo sapiens is a ‘creature of habit’ I got used to my new diet after around a week. I also was very motivated to win my challenge and did some sports to keep fit.

However, to abstain from meat and fish also meant to be more self-reliant since my whole family eats meat daily. I often had to cook meals on my own, which was again a new experience for me. Although I sometimes got appetite for meat, I knew that I actually did not want to eat it anymore (at least for two weeks).

All in all, I would say this ‘veggie challenge’ was a great and useful experience, which I recommend to anyone who tries to live a more sustainable life. Personally, this challenge was very easy, but perhaps because I had been vegetarian for a very short time before. After these two weeks now, I still want to continue that lifestyle or at least eat less meat.

So, try it out!

Tag 9 // ECO TRAVEL @awarenessweek

Lucia Cremer + Melissa Rennett // Nachhaltige Mobilitätsalternativen im peripheren Raum im Test.

Heute sind Nachhaltigkeit und Klimaschutz wichtiger denn je. Jetzt ist die Zeit, um anzupacken und Dinge zu verändern. Im Bereich der Mobilität wird als Lösung meist die heute noch sehr teure und nicht hundertprozentig nachhaltige Elektromobilität angepriesen. Da uns das noch nicht reicht, haben wir uns überlegt, welche nachhaltigen Mobilitätsalternativen es zum Individual- und auch dem öffentlichen Personennahverkehr gibt.

Am Ende haben wir fünf Transportunternehmen getestet und gemäß folgenden Kriterien bewertet:

Nachhaltigkeit (maximal 25 Punkte) 

Hierbei haben wir uns auf die ökologische Nachhaltigkeit fokussiert und vergaben Punkte nach der CO2-Bilanz der Fahrt im Vergleich zur konservativen Reisemöglichkeit mit dem eigenen PKW.

Angebot (maximal 20 Punkte) 

Wir bewerten hier die Anzahl der angebotenen Fahrten zum gewünschten Reisezeitpunkt und somit auch die Möglichkeit, diese Alternativen zu nutzen.

Einfachheit der Umsetzung (maximal 25 Punkte)

Auch diese Kategorie ist uns besonders wichtig, da eine große Umstellung oder viel Aufwand eine große Hürde bedeuten. Die nachhaltige Alternative zu nutzen, sollte aber möglichst einfach und nicht zeitaufwändig sein, damit sie leicht umgesetzt werden und so auch von mehr Menschen genutzt werden kann.

Sicherheit (maximal 10 Punkte) 

Unter dem Kriterium der Sicherheit verbirgt sich für uns nicht nur die persönliche Sicherheit, sondern auch die terminliche Sicherheit. Kann man diese Alternative nutzen, auch wenn man ganz dringend die Zieldestination erreichen muss und keinen Spielraum für Verspätung hat?

Kosten (maximal 10 Punkte) 

Als letztes Kriterium haben wir uns für die Kosten der Reise entscheiden. Hierbei vergeben wir die Punkte im Vergleich zum Kostenfaktor der gängigen Mobilitätsart PKW.

Unser Ergebnis

Das Ergebnis hat uns schon ein wenig überrascht, da unser subjektives Empfinden andere Ergebnisse hervorgebracht hätte als letztendlich unser Punktesystem, welches einen besonderen Schwerpunkt auf die Nachhaltigkeit der Mobilitätsunternehmen legt. Maximal konnten 100 Punkte erreicht werden. Dem Sieger „FlixTrain“ fehlen allerdings schon 27 Punkte, was deutlich macht, dass es durchaus noch Entwicklungsbedarf gibt.

Unser Ergebnis bedeutet allerdings nicht, dass die getesteten Alternativen unzureichend oder noch nicht alltagstauglich sind. Auch wenn wir einen erheblichen Unterschied zu den Alternativen in der Großstadt erlebt haben, bedeutet es lediglich, dass es keine Alternative gibt, die perfekt für jede Situation geeignet ist. Je nachdem welche Strecke man zurücklegen möchte, gibt es unterschiedliche Alternativen, die geeignet sind. Näher gehen wir drauf in unseren Empfehlungen ein.

Den ganzen Test zum Download hier:

Tag 8 // DO IT YOURSELF DAY

Gina van Gaalen // Do-it-yourself Reiniger im Test

Der Lebensstil „Zero Waste“ wird mittlerweile von einigen BloggerInnen postuliert und hat auch in den Medien einige Beiträge generiert. Das Konzept ist dabei so simpel wie wirkungsvoll: Durch den Verzicht auf Verpackungen wird kein Abfall generiert, wodurch die Umwelt nachhaltig geschützt wird. Dass dieser Lebensstil mit einigen Schwierigkeiten verbunden ist, erklärt sich von selbst. Viele Produkte lassen sich gar nicht verpackungsfrei erwerben, weshalb sich eine nachhaltige Alternative nicht auf dem ersten Blick ergibt. Dies gilt beispielsweise für Reinigungsmittel, die im Supermarkt (fast) ausschließlich in Plastikflaschen angeboten werden.

Da ich mich in letzter Zeit sehr stark mit alternativen Reinigungsmitteln beschäftigt habe, entschied ich mich dazu, meine Erfahrungen in Form eines Produkttests festzuhalten. Um die von mir hergestellten und getesteten Produkte zu bewerten, habe ich mir eine Bewertungsmatrix überlegt, die folgende Kriterien umfasst (die Punkte-Kategorien entsprechen den Noten von sehr gutbis mangelhaft):

Anschaffung (10 Punkte)

Wenn man Reinigungsmittel selbst herstellen möchte, ist in einem ersten Schritt die Anschaffung der Zutaten wichtig. Je schwieriger es ist, die Zutaten zu erwerben, desto weniger Punkte wurden vergeben.

10 Punkte8 Punkte6 Punkte4 Punkte2 Punkte
alle Zutaten in einem GeschäftZutaten in zwei GeschäftenZutaten in drei GeschäftenZutaten in vier GeschäftenZutaten in fünf od. mehr Geschäften

Verarbeitung (15 Punkte)

Die Verarbeitung wurde mit maximal 15 Punkten hoch bewertet, da hier der größte Zeitfaktor versteckt ist, der von einer Nutzung der nachhaltigen DIY-Produkte abschrecken kann.

15 Punkte12 Punkte9 Punkte6 Punkte3 Punkte
0-15 Minuten10-30 Minuten30-60 Minuten60-100 Minutenmehr als 100 Min.

Anwendung (5 Punkte)

Für die Anwendung gab es maximal fünf Punkte.

5 Punkte4 Punkte3 Punkte2 Punkte1 Punkt
sehr einfacheinfachzufriedenstellendschwierigsehr schwierig

Preis (5 Punkte)

Ein günstiger Peis ist ebenfalls entscheidend, da man für nachhaltige Produkte nicht unbedingt mehr Geld ausgeben möchte als für herkömmliche Reinigungsmittel.

5
Punkte
4
Punkte
3 Punkte2 Punkte1
Punkt
0-5 Cent pro Anw.5-10 Cent pro Anw.10-15 Cent15-20 Centmehr als 20 Cent

Sauberkeit (15 Punkte)

Die Sauberkeit nach der Anwendung wurde ebenfalls bewertet, da DIY-Reinigungsmittel nur dann erstrebenswert sind, wenn sie ihren ursprünglichen Zweck erfüllen.

15 Punkte12 Punkte9 Punkte6 Punkte3 Punkte
sauber bei der ersten Anwendungsauber nach zwei Anwendungensauber n. mehreren Anwendungennicht vollständig sauber
geringer Effekt nach Anwendung 

Das Ergebnis

Die Tabelle auf Seite 7 zeigt, dass alle DIY-Produkte gut bis sehr gut abschneiden, was bei genauerer Betrachtung allerdings etwas überrascht, da der Erwerb der Zutaten sowie deren Verarbeitung häufig als schwierig und zeitaufwändig eingeschätzt werden. Der Test zeigt jedoch, dass die nachhaltigen Produkte nicht nur im Punkt Sauberkeit überzeugen, sondern auch häufig leicht zu erwerben und zu verarbeiten sind und nur geringe Kosten aufweisen. 

Hier den ganzen Test zum Download:

Tag 7 // VEGGIE DAY

von Eva Blau // Veggie Produkte im Test

Jeder hat schon einmal von der Vielzahl an fleischlosen Alternativen gehört oder sie im Supermarkt gesehen, aber sind diese Alternativen auch ein echter Fleischersatz? Und können sie auch schmecken?

Wir haben das natürlich getestet und es war auch gar nicht so schwer. Es gibt unzählige Rezepte im Internet, die fast alle brauchbar sind. Um besonders auf Plastik zu verzichten, sollte man die vegetarischen oder veganen Produkte am besten selbst herstellen. In unserem Falle haben wir vegane Chicken Nuggets probiert. Die Zubereitung ging schnell und einfach und so konnten wir bereits nach kurzer Zeit den Herd anschmeißen. Innerhalb von 5 Minuten war alles angebraten und das Endergebnis waren knusprige Nuggets. Die Optik hat auf jeden Fall überzeugt, doch es kommt vor allem auf die Konsistenz und den Geschmack an. Das Ergebnis war recht eindeutig: In den Punkten „Aussehen“ und „Konsistenz“ steht die fleischlose Alternative einem „echten“ Chicken Nugget in nichts nach. Geschmacklich kann unsere Alternative allerdings nicht ganz mit dem tierischen Konkurrenten mithalten.
Unser Fazit ist deshalb klar: Es lohnt sich, mal eine vegane Alternative zu testen, man sollte sich jedoch bewusst sein, dass der Geschmack etwas anders ausfällt und somit auch für den ein oder anderen eine Gewöhnung erfordert. Weniger Fleisch zu essen lohnt sich aber in jedem Fall sehr für unsere Umwelt!

Abschließend möchten wir gerne noch darauf aufmerksam machen, dass ein fleischloses Produkt nicht automatisch die beste Lösung ist. Man sollte generell bei allen Lebensmitteln auf die Inhaltsstoffe achten. Am Ende kann es durchaus sein, dass fleischlose Alternativen gar nicht so gesund sind wie sie scheinen oder für die Zubereitung indirekt trotzdem Tiere sterben mussten. Ein bekanntes Beispiel sind vegetarische Fleischalternativen, in denen häufig sehr viel Eiklar verarbeitet wird. Wenn man nun davon ausgeht, dass ein Huhn nach 15 Monaten der Eierproduktion geschlachtet und jedes zweite Küken bei der Züchtung getötet wird (weil es männlich ist und zu wenig Profit abwirft), tragen auch manche vegetarische Produkte – je nachdem, wie der Produktionsprozess gestaltet ist – indirekt zur Massentierhaltung bei.

Ein interessanter Artikel, der als Denkanstoß verstanden werden soll, findet sich hier: https://www.stern.de/genuss/essen/rechenbeispiel–fuer-veggie-wurst-sterben-mehr-tiere-als-fuer-das–original–8350418.html

Tag 6 // FAIR FASHION DAY

Von Truc Nguyen + Helia Elahi // FAIR FASHION DAY@awarenessweek

Kennst du es nicht auch, wenn du dein Schulbrot mal wieder in Alufolie verpackst oder länger duschst als eigentlich nötig? Diese als für so oft selbstverständlich angesehenen Dinge scheinen auf den ersten Blick recht harmlos, doch genau diese kleinen Gewohnheiten schaden unserer Umwelt auf Dauer enorm. Aber was ist neben Nahrung bzw. Wasser auf gar keinen Fall wegzudenken?


Ganz einfach: Kleidung. Wir leben in ihr Tag für Tag, doch trotzdem sind sich wenige bewusst, dass Kleidung leider ein Hauptfaktor für die Zerstörung unseres Planeten ist.
Bei der Produktion von Kleidung wird sehr viel CO2 ausgestoßen und man verwendet zahlreiche Chemikalien. Daher ist es so ausgesprochen wichtig, ein Bewusstsein für die Wahl seiner Kleidung zu entwickeln.
Aus diesem Anlass haben wir für euch ein kurzes Video zusammengestellt, in dem wir verschiedene Stoffe, die sowohl gut als auch schlecht für die Umwelt sind, verglichen haben.
Wir hoffen, dass der Beitrag euch bei eurem nächsten Kleiderkauf in Erinnerung bleibt und ihr eure Wahl noch einmal überdenkt.

Tag 5 // LESS PAPER DAY

von Eva Blau // Papiertüten statt Plastik – die scheinbar bessere Wahl

241,7 Kilogramm Papiermüll pro Jahr verbraucht im Durchschnitt jeder Deutsche. Damit sind wir Papiermüll-Weltmeister. Was da so in einer Woche zusammenkommt beschreibt Eva in ihrer Videodokumentation:

Es klingelt an der Tür. Ach, es ist der Postbote! Er bringt einen weiteren Karton, welcher, zum Schutze des Inhalts, wiederum mit Papier gefüllt ist. Da ich das alles nicht brauche, landet es im Müll.

Alle von uns kennen diese Situation und es handelt sich dabei nur um einen von vielen Wegen, wie ein Deutscher durchschnittlich 241,7 Kilogramm Papiermüll pro Jahr zusammenbekommt. Damit sind wir Papiermüll-Weltmeister! Ein Titel, auf den man wohl eher nicht stolz sein kann.

Natürlich ist eine Papiertüte im Vergleich zu einer Plastiktüte vermeintlich die bessere Wahl, doch bei der Herstellung wird doppelt soviel Energie verbraucht wie bei einer Plastiktüte und auch die Chemikalien, welche zur
Herstellung von Papiertüten benötigt werden, belasten die Umwelt mehr, als dass sie durch die Nutzung einer Papiertüte entlastet wird. Papier ist also nicht automatisch besser als Plastik – es hängt vor allem von der Wiederverwendbarkeit, den verwendeten Rohstoffen sowie der Art der Entsorgung ab.

Wer also seinen Papiermüll reduzieren möchte, sollte möglichst auf Online-Bestellungen verzichten und lieber bei der nächsten Möglichkeit im Laden zugreifen. Dort bietet es sich dann an, auf den Kauf einer weiteren Tüte zu verzichten, wenn man einfach einen Baumwollbeutel oder eine andere
Tragetasche, die mehrfach nutzbar ist, mitbringt. Aber auch hier sollte man darauf achten, nachhaltig zu denken: Als Daumenregel raten Experten, einen Stoffbeutel mindestens 25 Mal wiederzuverwenden.

Wir denken: Es ist machbar, auch auf Papier im Alltag weitgehend zu verzichten. Es kommt auf jeden Einzelnen von uns an.

Tag 4 // ZERO WASTE DAY

Von Gina van Gaalen // Zero Waste@awarenessweek

Bienenwachstücher eignen sich für fast alle Lebensmittel. Bienenwachstücher bestehen aus Naturmaterialien, sind langlebig und halten Lebensmittel länger frisch. Dadurch sind Bienenwachstücherressourcenschonend und führen gleich im doppelten Sinn zu weniger Müll.

Brauche ich viel Material?

Natürlich nicht. Du benötigst lediglich folgende Utensilien, von denen du die meisten sowieso schon zu Hause hast: 

  • Stoffreste aus Baumwolle, Leinen oder Hanf 
  • ca. 15 g Bienenwachs pro Tuch
  • Zollstock, Lineal oder Maßband
  • Schere
  • Backofen mit Backblech und Backpapier (es gibt sogar wiederverwendbares Backpapier!)

Ist die Herstellung eines Wachstuchs schwierig?

  1. Du benötigst erst einmal Bienenwachsplatten oder -pastillen. Am besten fragst du mal beim örtlichen Imker nach oder gehst in einen Drogeriemarkt.
  2. Nimm dir einen beliebigen Stoff und zeichne mit einem Zollstock, Lineal oder Maßband auf dem Stoff ein ca. 30 x 30 cm großes Quadrat.
  3. Schneide das Quadrat anschließend mit einer Schere aus.
  4. Lege den Stoff auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. 

Wichtig: Wenn du Bienenwachsplatten oder -stücke hast, müssen sie mit einer Reibe oder einem Messer in kleine Stücke zerkleinert werden. Bienenwachspastillen kannst du hingegen verwenden, ohne sie zu zerkleinern. 
Verteile das Bienenwachs nun gleichmäßig auf dem Stoff. Man benötigt ca. 15 g pro Tuch.

  1. Schiebe das Backblech in den Backofen und erhitze ihn auf 60° C. Nach wenigen Minuten siehst du, wie das Wachs schmilzt und von dem Stoff aufgenommen wird.

Anmerkung: Falls nach 10 Minuten noch trockene Stellen zu sehen sind, kannst du dort einfach etwas Wachs nachlegen.

  1. Sobald der Stoff überall mit dem Wachs durchtränkt ist, kannst du ihn aus dem Ofen nehmen. und das Tuch gut abkühlen lassen. 

Und schon ist die tolle Alternative zur Frischhaltefolie und Alufolie fertig!

TAG 3 // WATER DAY

Philip Oelers // Nachhaltiger Umgang mit Wasser

Dass Wasser ein kostbares Gut ist, müssen wir euch nicht erzählen. Ohne Wasser wäre unser Planet ganz schön trüb und an Menschen wäre gar nicht zu denken. Wasser ist so wertvoll, dass einige Experten Kriege um Wasser vorhersagen, denn dieses „Elixier des Lebens“ – wie es häufig genannt wird – wird in vielen Regionen der Welt immer knapper. Der Wasserverbrauch steigt hingegen in vielen Ländern. Wer bereits eine Suchmaschine im Internet befragt hat, wird feststellen, dass wir Deutschen im internationalen Vergleich gar nicht so schlecht dastehen. Durchschnittlich ca. 120-130 Liter Wasser verbraucht eine Person in Deutschland pro Tag, und damit liegen wir unter dem Pro-Kopf-Verbrauch vieler anderer westeuropäischer Staaten.

Heißt das also, dass wir eigentlich gar kein Problem haben? So einfach sind die Antworten leider nicht, wenn es um unsere Umwelt geht. Es stimmt, dass der direkte Wasserverbrauch, also der Anteil, den wir mehr oder weniger sehen können (z.B. beim Duschen, Waschen, Kochen etc.), geringer ist als in einigen anderen Industriestaaten. Allerdings liegt der Wert in Deutschland auch über dem weltweiten Durchschnitt.

Nun mag der ein oder andere denken, dass wir auch viel mehr Wasser besitzen als andere Länder und ganz Unrecht habt ihr damit nicht. Allerdings kommt nun ein wichtiger Begriff ins Spiel, der das eigentliche Problem erfasst: Der virtuelle Wasserverbrauch. Gemeint ist damit die tatsächliche Menge an Wasser, die bei der Herstellung eines Produkts anfällt. Verdeutlichen wir das mal an ein paar Beispielen: Wenn wir Obst oder Gemüse essen möchten, muss dieses angebaut werden. Die Pflanzen benötigen Wasser und bevor die Produkte im Supermarkt landen, werden sie noch gewaschen. Ein Apfel von 100 g hat somit 70 Liter Wasser gebraucht. Aber wir kommen noch in ganz andere Dimensionen: Für ein Kilogramm Rindfleisch werden rund 15.500 Liter Wasser aufgewendet. Dies lässt sich vor allem anhand der riesigen Futtermengen berechnen, die ein Rind benötigt, bis es nach ca. 3 Jahren sein Schlachtgewicht erreicht hat. Denn für den Anbau des Futters (meist Getreide und Soja) braucht man eine riesige Menge Wasser. Ähnlich verhält es sich mit Kleidung: Ein Kleidungsstück aus Baumwolle schlägt mit 11.000 Liter pro kg zu Buche. Wenn die genannten Produkte nun aus wasserarmen Regionen kommen, tragen wir indirekt zu einer Wasserverknappung bei.

Man geht davon aus, dass jeder Deutsche so täglich 4.000 Liter virtuelles Wasser verbraucht – teilweise Wasser, das in anderen Regionen der Welt fehlt. Wir sollten deshalb niemals den Blick für virtuelles Wasser verlieren und Produkte mit einem hohen Wasserverbrauch meiden. Natürlich können wir nicht den ganzen Tag Wassermengen nachschlagen oder berechnen, aber wir können uns ins Bewusstsein rufen, dass wir mit einer lebenswichtigen Ressource nicht achtlos umgehen sollten.

Mehr zum Thema Wasser auf standpunktonline.com

TAG 2 // FOOD DAY

von Eva Blau // „Too good to go“ – Nachhaltiger Umgang mit Nahrungsmitteln

Fakt ist: Jeder von uns wirft jährlich viel zu viel Essen weg, welches eigentlich noch genießbar wäre und das meist aus dem einfachen Grund, dass man mal wieder zu viel in den Einkaufswagen gepackt hat oder das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist. Auch Restaurants, Supermärkte und Bäckereien werfen oftmals überproduzierte Nahrung weg. Diese Problematik hat dafür gesorgt, dass sich Netzwerke gebildet haben, die eine solch große Verschwendung verhindern wollen. Eines dieser Netzwerke nennt sich „Too good to go“.

Die Entwickler der App haben eine ganze einfache Strategie, denn Supermärkte, Restaurants, Hotels , Bäckereien und viele mehr können dort ihre Ware in Portionen anbieten, die am Ende des Tages übrig bleibt. Das Besondere daran: man weiß nicht genau, was man bekommt. Beim Bäcker bekommt man natürlich Backwaren und bei einem Fischrestaurant ein Fischgericht. Dennoch erhält man für ein paar Euro eine große „Wundertüte“, deren Portion einem Abendessen für eine ganze Familie gerecht wird. Auch bei Allergien und Bedenken sei gesagt, dass die meisten Anbieter relativ flexibel sind und wenn die Auswahl es zulässt, ist es fast immer möglich, ein Produkt gegen etwas auszutauschen, das man mag oder gegen das man nicht allergisch ist. Das System selber ist auch für jeden etwas, denn es ist kinderleicht und geht super schnell.

Einfach das gewünschte Restaurant aussuchen, online ganz einfach bezahlen und in dem angegeben Zeitraum zu dem ausgewählten Restaurant fahren, den Coupon für das Essen von einem Mitarbeiter vor Ort auf dem Handy entwerten lassen und mit vollen Händen nach Hause fahren. Das Essen ist keinesfalls schlecht oder schon abgelaufen – im Gegenteil! Es ist meistens sehr frisch und schmeckt genauso gut, als hätte man es frisch aus dem Supermarkt, vom Bäcker oder aus dem Restaurant.

Fotos TooGoodToGo

Die App rettet also nicht nur Lebensmittel vor dem Wegwerfen, sondern spart auch noch euch, den Konsumenten, einige Euros für die gleiche Qualität und Auswahl an Produkten. Wenn ihr jetzt Lust habt, das ganze einmal selber auszuprobieren, könnt ihr euch die App einfach auf euer Smartphone herunterladen und jederzeit darin stöbern. Vielleicht findet ihr ja schon bald euren persönlichen Favoriten unter den „Too good to go“-Partnern. Viel Spaß und lasst es euch schmecken! Mir hat’s jedenfalls geschmeckt 😉

TAG 1 // MOBILITY DAY

von Melissa Rennett und Lucie Cremer // Nachhaltige Mobilität in MG. Das Beispiel STADTRADELN 

Mit dem Erasmus-Kurs unserer Schule, einem Programm der europäischen Union, arbeiten wir daran, unsere Schule ökologischer zu gestalten. In den nächsten Tagen stellen wir euch Informationen zu verschiedenen Aspekten der Nachhaltigkeit vor.
Vielleicht haben ein paar von euch heute in der Schule eine Belohnung an ihrem Fahrrad und damit den Hinweis zum ersten Thema gefunden.
Wir möchten euch auf das STADTRADELN aufmerksam machen, welches am 9.Mai beginnt und bis zum 29.Mai andauert. Dieses Jahr haben wir erstmalig ein eigenes Schulteam und würden uns über eure Unterstützung freuen. Um mitzumachen, ladet euch einfach die App STADTRADELN herunter und tragt euch für Mönchengladbach und unser Schulteam GES HARDT ein. 

Melissa Rennett hat dazu den Klimaschutzmanager der Stadt Mönchengladbach, Antti Olbrisch (O), befragt:

Seit wann gibt es das Stadtradeln?
O:
Mönchengladbach nimmt zum sechsten Mal am STADTRADELN teil. Das erste fand hier also 2015 statt. 2008 gab es das allererste STADTRADELN.
Von wem wurde es ins Leben gerufen und mit welchem Ziel?
O: STADTRADELN ist eine Aktion des Klima-Bündnis. Es soll den Radverkehr stärken, um so einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Die Aktion soll auch Menschen auf das Fahrrad bewegen, die sonst eher Auto fahren und so selbst auch die angenehmen Seiten kennen lernen und auch über den Zeitraum hinaus häufiger das Fahrrad benutzen. Viele Teilnehmer bringen Aufmerksamkeit und bilden so auch eine Lobby für eine nachhaltigere Verkehrsinfrastruktur.
 
Warum lohnt es sich, am Stadtradeln teilzunehmen? 
O:
STADTRADELN bietet die Möglichkeit, gemeinsam ein Zeichen für eine besser Radinfrastruktur und für Klimaschutz zu setzen.
Darüber hinaus werden aber auch Sachpreise unter allen Teilnehmern verlost. Zum Beispiel Fahrradjeans von Alberto, Fahrradschläuche von Gaadi oder Fahrradtaschen von Ortlieb.
Im letzten Jahr bekamen auch die besten Schulteams einen Geldpreis. Da wir in diesem Jahr den Wettbewerb aber wegen der Corona-Krise etwas zurückschrauben wollen, wird es den in dieser Form wahrscheinlich erst im nächsten Jahr wieder geben.

Melissa Rennett hat für Euch auch mit der Mobilitätsmanagerin der Stadt Mönchengladbach Caprice Mathar (M) über nachhaltige Mobilität gesprochen. Auf der nächsten Seite geht’s zum Interview: