GE Hardt goes eco

Die internationalen Eramus+ Projektteams setzen sich in diesem Schuljahr für mehr Nachhaltigkeit im Schulalltag ein und initiieren Leuchtturm-Aktionen für Ihre Mitschüler:innen. Damit möchten sie mehr Bewusstsein für eine gesunde und umweltschonende Lebensweise schaffen. Die Aktionen werden aktuell als ’Testläufe’ umgesetzt, um Erfahrungen zu sammeln, ob die Aktionen wirken und wie man sie optimieren kann. Im finalen Treffen mit den anderen internationalen Erasmus+ Teams vom 25.-29. April sollen die Erfahrungen ausgetauscht und in Brüssel den Mitgliedern des europäischen Parlaments (MdEP) präsentiert werden. Langfristig ist geplant, die Aktionen über den Projektzeitraum hinaus regelmäßig zu wiederholen und Mitschüler:innen zu weiteren Nachhaltigkeitsaktionen zu motivieren.

#kleidertausch

Selbst wenn kein einziges Kleidungsstück mehr produziert würde, wäre noch genug da, um die ganze Welt 10 bis 15 Jahre lang einzukleiden.Schrankhüter – Wer kennt nicht die Kleidungsstücke, die man mit Begeisterung gekauft hat und die jetzt ein trauriges Dasein, irgendwo in der hintersten Ecke des Schranks, fristen? Die gute Nachricht ist: Es gibt Mitschüler:innen, die genau nach dem suchen, was aussortiert wird. Und umgekehrt: Jeder kann neue Schätze auf unserer Kleidertauschbörse finden.

Ein Team der Erasmus-Gruppe veranstaltet für die Stufen 8 bis 13 in einer Mittagspause eine Kleidertausch-Party. Die Kleidung muss nicht von einer bekannten Marke oder nachhaltig produziert sein. Hauptsache, sie ist noch so gut erhalten, dass man sie der besten Freundin oder dem besten Freund geben würde.

Und so geht‘s: Interessierte bringen jeweils ein aussortiertes, gewaschenes und noch gut erhaltenes Kleidungsstücke (keine Accessoires) mit. Die Kleidung wird am Tag der Kleidertausch-Party in den ersten beiden Pausen gegen einen Bon im Oberstufen-Café entgegen genommen oder einsortiert. In der Mittagspause können dann alle Mitschüler:innen mit ihren Bons neue Lieblingsklamotten entdecken und gegen ihren Bon tauschen.

#klimafood

Wenig oder überhaupt kein Fleisch zu essen ist nicht nur gut für die Gesundheit, sondern auch für die Umwelt und das Klima. Unsere Ernährung hat einen prägenden Einfluss auf die Umwelt und die Gesundheit. Vor allem die Fleischproduktion ist vergleichsweise ineffizient und eine Belastung für das Klima. Dagegen ist vegetarisch Essen oftmals die gesündere Ernährung und ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz. Damit verursacht die Produktion von Fleisch deutlich mehr klimaschädigendes CO2 als der Anbau von Gemüse und Obst. Deshalb muss man zwar nicht gleich Vegetarier werden, aber der Umwelt zuliebe sollte man den Verzehr von Fleisch möglichst stark reduzieren. Damit leisten alle auf jeden Fall einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz und zum Schutz und Erhalt der Umwelt. Ein Tasting für einen Veggie-Day an unserer Schule tut nicht nur der Gesundheit gut, sondern schont gleichzeitig die Umwelt und das Klima.


Und so geht‘s: In der Umfrage des Erasmus-Teams haben viele Mitschüler:innen angegeben, dass ihr Lieblingsessen nicht unbedingt vom Fleischangebot abhängig ist. Daher möchten die Initiatoren langfristig einen Veggie-Tag pro Woche in der Mensa anbieten, an dem die Lieblingsessen ohne Fleisch angeboten werden. Damit sie die Mitschüler:innen auf den Geschmack bringen, bietet das Team an einem Tag in den Pausen ein kostenloses Veggie-Tasting für die Unterstufenschüler am Altbau an. Hier kann man testen, wie schmackhaft und kreativ vegetarische Snacks sind.

#fürdietonne

Wertstoffe zu trennen und wieder zu recyceln ist wichtig. Genauso wichtig ist es aber, erst gar nicht so viel Müll entstehen zu lassen. Dazu zählt auch, nicht einfach alles wegzuschmeißen. 
Man findet sie an fast jeder Schulhofecke. Sie hängen oder stehen, sind rund oder eckig, klein oder groß. Aber alle Mülleimer haben eines gemeinsam: sie sind strunzdumm, denn sie fressen einfach alles, was man ihnen in den Rachen wirft. Damit auch der Letzte kapiert, wie man Papier, Kunststoff und Restmüll trennt, möchte ein Team der Erasmus-Gruppe die Behälter entsprechend aufmerksamkeitsstark gestalten und ruft zu einem Malwettbewerb in den Stufen 5 und 6 auf.
Damit möchten sie alle Schüler:innen der Schule ansprechen, ihren Abfall nicht einfach in die Grünanlagen zu werfen oder auf dem Boden liegen zu lassen, sondern in die entsprechenden Mülltonnen zu werfen. 
Und so geht’s: Interessierte Schüler:innen können sich bei den Klassenlehrern einen Informationsflyer zum Wettbewerb abholen und Ideen zur Gestaltung einer blauen, gelben und braunen Tonne mit Filzstiften, Buntstiften oder anderen Farben festhalten. Eine Jury mit Vertretern des Erasmus-Projektkurses, der Schülerzeitungsredaktion bewertet die Kreativität, Einzigartigkeit und Aufmerksamkeitsstärke der Entwürfe. Die Gewinner-Bilder werden umgesetzt und mit anderen tollen Entwürfen auf der Homepage veröffentlicht.

#pfandspende

Wir können gemeinsam unsere Stadt und das Klima schon durch kleine Taten verbessern. Denn mit jeder Flasche, die in unsere Tonnen wandert, fördern wir gemeinnützige Projekte der Welthungerhilfe und gleichzeitig den Klimaschutz weltweit. Wenn Pfandflaschen achtlos in den Müll geworfen werden, wird die Umwelt verschmutzt und wertvolles Recyclegeld vergeudet. Nicht aber mit dem Erasmus-Team der Gesamtschule Hardt. Das Team sammelt fleißig Flaschen für einen guten Zweck und den Klimaschutz! 
Mit ihrer Pfandflaschenaktion möchten sie Mitschüler:innen motivieren, Pfandflaschen zu sammeln und sie in eine aufgestellte Pfandtonne der Welthungerhilfe zu werfen. So ermöglichen sie es, gemeinsam Geld für einen guten Zweck und zum Schutze des Klimas zu sammeln. 

Und so geht‘s: Einfach alle Pfandflaschen, die im oder außerhalb des Schulgebäudes liegen gelassen wurden, einsammeln und in den nach den Osterferien aufgestellten Container vor dem Haupteingang werfen. Sobald er voll ist und wird er vom Team abgeholt und der Erlös des Pfandgeldes an die Welthungerhilfe weiter gegeben.

#hardtgoeseco

Die Frage, wie man ein Pausenbrot nachhaltig verpacken kann, ist gar nicht so einfach zu beantworten. Die Möglichkeiten reichen vom mit Bienenwachs gesättigten Baumwolltuch bis hin zur Butterbrotdose aus Bambus. Hauptsache wiederverwendbar, ressourcenschonend und plastikfrei! Ein Team des diesjährigen Erasmus-Projektes hat recherchiert und sich stark gemacht für die Anschaffung einer nachhaltig produzierten und wiederverwendbaren “Starterbox“ für das Schulfrühstück. Mit dem Schulloge bedruckt soll es als Willkommensgruß den Schüler:innen der Stufe 5 zum Schulstart überreicht werden und das Bewusstsein im Vermeiden von Verpackungsmüll stärken.

Und so geht‘s: Während der Corona-Pandemie waren die Schüler:innen der Unterstufen angehalten, auf dem Schulhof zu frühstücken. Zurück blieben neben Bergen von Verpackungsmüll, Trinkpäckchen und jede Menge Brotdosen, die nie abgeholt wurden. Das hat einige Teilnehmer des Erasmus-Teams dazu bewogen, über alternative und umweltschonende Verpackung vom mitgebrachten Schulfrühstück nachzudenken. Bei der Recherche zu wiederverwendbaren und nachhaltigen Aufbewahrungsmöglichkeiten kam die Idee zur Anschaffung einer Brotbox, die diese Kriterien erfüllt und auch symbolisch neuen Schüler:innen überreicht werden kann. Jetzt sucht das Team noch Sponsoren für die Anschaffung von 120 Boxen mit exklusivem Aufdruck und Logo der Schule.

Infos zum Projekt:

Das Erasmus+ – Project 2021/22 “Fostering Commitment in Young Europeans“
“Engaging Eco-Citizens: Fostering Commitment in Young Europeans (FcyE)”  ist ein dreijähriges Erasmus+ -Projekt, das durch die Europäische Kommission gefördert wird und ca. 120 Schüler im Alter von 16 bis 18 Jahren aus vier europäischen Schulen in Deutschland, Frankreich, Polen und Spanien verbindet. Vom 16. bis 21. Dezember trafen sich die Schülerteams aus Polen und Deutschland mit ihrer spanischen Partnerschule in Talavera und vom 11. bis 16. Januar coronabedingt nur die Teams aus Polen und Spanien in Lyon. Im April ist die Abschlussveranstaltung in Deutschland geplant.
In wöchentlichen Sitzungen beschäftigen sich die Schülerinnen mit nationalen und transnationalen Fragen des realen Lebens zum Thema Ernährung, Mobilität, Konsum, Umwelt und Nachhaltigkeit. In ihrer Auseinandersetzung mit den unterschiedlichsten Themen werden sie ermutigt, sich für notwendige Veränderungen zu engagieren und diese voranzutreiben. Während des Projekts konzentrieren sich die Schülerinnen auf ihr schulisches Umfeld und Ihren persönlichen Alltag. Dazu forschen sie in fünf spezifischen Arbeitsgruppen: Nahrung, Ernährung, Recycling von Abfällen, Energie und Wasser und Mobilität. Die Teilnehmer*innen treffen Verantwortliche der jeweiligen Länder aus Wirtschaft und Politik und befragen lokal gewählte Vertreter, Unternehmen und Verbände zu ihren Spezialgebieten. Geleitet und koordiniert wird das Projekt in den jeweiligen Ländern durch Lehrer. 
Teilnehmende Schulen:

IES Ribera del Tajo, in Talavera de la Reina, Spanien / Sainte-Marie Lyon, in La Verpillière (nahe Lyon), Frankreich / Gesamtschule Hardt, in Mönchengladbach, Deutschland/ LXV Liceum Ogolnoksztalcace High School, in Warschau, Polen.

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung durch das Programm Erasmus+ der Europäischen Union“ finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

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