Gewinner beim Schülerzeitungswettbewerb 2019 der Bundesagentur für Arbeit

Mit dem zweiten Preis beim Schülerzeitungswettbewerb des Bundesagentur für Arbeit und Meramo Verlages setzt die neue Generation des „Standpunkt“-Teams die 10-jährige Erfolgsgeschichte der Schülerzeitungsredaktion in Hardt fort und holt wieder einen Preis nach Mönchengladbach. 

https://abi.de/news/orientieren_entscheiden/das-sind-die-besten-schuelerze016969.htm?zg=schueler

Zum elften Mal hat die Experten-Jury, bestehend aus Vertretern der Bundesagentur für Arbeit und des Meramo Verlags, die besten Schülerzeitungen Deutschlands prämiert. In der inhaltlichen und grafischen Gestaltung, aber auch mit dem Gesamtkonzept konnte der „Standpunkt“ mit seiner neuen Ausgabe glänzen. Damit gehört das Schülermagazin der Gesamtschule Hardt zu den drei insgesamt überzeugendsten Schülerzeitungen. In der ersten Bewertungsrunde „Layout“ überzeugte die neue Ausgabe die Jury durch das optisch sehr ansprechende und moderne Design. Aber auch in der zweiten Runde „Inhalt und Gesamteindruck“ hatte der „Standpunkt“ die Nase weit vorne.

Die jungen Schülerzeitungsredakteure hatten mit dem Medium Schülerzeitung schon immer die Nase vorn im Print- und Onlinebereich. Zu verdanken haben sie dies insbesondere der Qualität der Medienbildung an der Gesamtschule Hardt, die einen großen Stellenwert im Unterricht und in den Arbeitsgemeinschaften einnimmt. Über die optimale Vorbereitung des Nachwuchses auf die digitale Welt von morgen wird derzeit viel diskutiert. So auch bei den jungen Blattmachern des Schüler- und Jugendmagazins Standpunkt der GE Hardt, die herausfinden wollten, wie es genau um die Medienkompetenz ihrer Mitschüler*Innen gestellt ist und wie smart die vermeintlichen ‚digital natives‘ wirklich sind. 

Die Schülerzeitungsredaktion entwickelte eine Medienumfrage und wertete 28 Antworten von 1000 Schüler*innen der Jahrgangsstufen 5 bis 13 aus. Gefragt wurde nach der Nutzung und dem Einsatz von digitalen Geräten, nach dem Konsum und den Inhalten von genutzten Medienangeboten sowie nach dem Umgang und Kenntnissen zum Datenschutz. „Wir waren teilweise so überrascht von den Ergebnissen, dass wir uns weiter mit den Themen beschäftigt haben, um Ursachen und Gründe für manche Verhaltensweisen herauszufinden. Daraus sind dann auch unsere redaktionellen Beiträge zu dem Thema entstanden,“ erzählt Lara Mund aus der Schülerzeitungsredaktionsleitung. (Ergebnisse der Umfrage online: http://standpunktonline.com/handy-statt-federmaeppchen/

So vernetzt das neue Heft nicht nur Digitales und Analoges, sondern auch Inhaltliches mit Beiträgen, die den Schulalltag wiedergeben und gleichzeitig einen Blick in die Zukunft werfen. Berichte und Interviews aus internationalen Unterrichtsprojekten treffen auf Reportagen und Beiträge über Themen wie z.B. Europa, Umwelt oder Berufsperspektiven, mit denen sich junge Menschen neben der Schule beschäftigen. Alles analog im Heft visualisiert und für weiterführende Informationen und eigene Videos im Netz auf der Schülerzeitungswebsite verlinkt.

Jeden Montag wird die Schulgemeinde zusätzlich noch auf einem Monitor im Eingangsbereich mit kurzen Texten und Fotos über Neuigkeiten in der Schule durch die Schülerzeitung informiert. Daniel Purrio aus der Redaktionsleitung kümmert sich täglich um die technische und inhaltliche Organisation der eingehenden Beiträge und deren zeitnahe Veröffentlichung.

Für die Realisierung des neuen Printmagazins war das Chefredaktionsteam mit Ivana Baumann, Séan Levey und Nikolas Proksch gemeinsam mit Dorothée Vollmer als Projektkoordinatorin verantwortlich  www.standpunktonline.com

Mit dem erfolgreichen crossmedialen „Standpunkt“ zeigt die Gesamtschule Hardt inhaltlich und medial, wie sie ihre Schüler*Innen auf ihre Zukunft vorbereitet. 

Digitalisierung betrifft alle Lebensbereiche. Sie verändert die Art zu kommunizieren, zu konsumieren und auch zu lernen. Eltern und Lehrer sind gefragt, Kinder und Jugendliche zu begleiten, um sie medial fit zu machen für eine digitale Zukunft und Arbeitswelt. Mediennutzung in der Schule soll aber lebensweltliche Erfahrungen jenseits des Computers nicht ersetzen, sondern die junge Generation beim lebenslangen Lernen und der neugierigen und kritischen Auseinandersetzung mit der realen und virtuellen Welt unterstützen. 

„Dabei ist die Entwicklung von Medienkompetenz in der Nutzung von digitalen Geräten als auch im Umgang mit Medieninhalten entscheidend,“ sagt Dorothée Vollmer, die seit 10 Jahren Kunst und Technik an der Gesamtschule Hardt unterrichtet und die Schülerzeitungsredaktion betreut

Es gibt viele gute Medienbeiträge wie auch seriös recherchierte Informationen im Netz. Der Anteil an überflüssiger, schlechter Unterhaltung und sogenannten Fake News überwiegt aber immer mehr. „Die Schule muss daher viel intensiver als bisher Maßstäbe für Medieninhalte aufzeigen, damit vor allem junge Menschen sich selbst ein Urteil bilden können“, meint Dorothée Vollmer, „denn nur durch den Umgang mit Medien und der Kenntnis, wie sie gemacht werden und wie sie auch manipulieren können, werden die Schüler*Innen erfahren und kompetent.“ 

Medienbildung wird an der Gesamtschule Hardt groß geschrieben.

Nachhilfe in digitaler Bildung geben auch die sogenannten Medienscouts an der GE Hardt. Schüler*Innen aus verschiedenen Jahrgangsstufen sind, angeleitet durch Inga Hildebrand und Sascha Nicolai, in Sachen Mediennutzung als geschulte Ratgeber unterwegs.

Schüler*Innen und Lehrer*innen der Gesamtschule Hardt profitieren bereits seit über 14 Jahren davon, dass sie digitale Arbeitsweisen in ihren Unterricht integrieren können. Auf Grundlage einer optimalen technischen Ausstattung, wie. z.B. drahtlose kollaborative Zusammenarbeit über ein professionelles WLAN in allen Räumen und screen mirroring auf große TV-Monitore, die u. a. durch den Förderverein finanziert wurden, arbeitet Axel Mugge-Dinn gemeinsam mit Kollegen an einem Medienkonzept für den Einsatz digitaler Medien.

Mit dem schuleigenen Medienkonzept reagiert die Gesamtschule Hardt auf den digitalen Wandel als Bestandteil ihrer systematischen Schul- und Unterrichtsentwicklung. In diesem Medienkonzept geht es nicht um eine vollständige Digitalisierung von Unterricht. Analoge und digitale Unterrichtsformen bzw. -medien stehen nach wie vor gleichberechtigt nebeneinander. 

Die Lehrer*innen gestalten Unterrichtsprozesse, in denen sie digitale Medien einsetzen oder Schüler*innen eine eigene Wahl bei der Lösung ihrer Aufgaben ermöglichen. Unterstützung und Anregungen finden sie in schulinternen Mikrofortbildungen vor und nach dem Unterricht. 

„Im Hinblick auf die Vermittlung von Medienkompetenzen ist die wichtigste Komponente die Qualifikation der Lehrkräfte – ohne die kann man sich das Geld für die technischen Ausstattungen sparen“ gibt Axel Mugge-Dinn zu bedenken. In einem nur für das Kollegium sichtbaren Blog stellt er regelmäßig spezielle Infos, Tipps und Anleitungen zur Verfügung. Auf seinem privaten, aber öffentlich zugänglichen Blog können Interessierte weitere und allgemeinere Informationen abrufen. Für den Austausch von Materialien und Aufgaben nutzen Schüler*innen und Lehrer*Innen seit über 14 Jahren den gemeinsamen schuleigenen moodle-Server als Plattform. 

Durch seine langjährige Erfahrung mit dem Aufbau und der Pflege der digitalen Ausstattung der Gesamtschule Hardt weiß Axel Mugge-Dinn die Bedeutung des Medienkonzeptes zu schätzen.

„Es ist zwar schön, wenn die Schule medial perfekt ausgestattet ist, aber es muss ein pädagogisches Konzept dahinterstehen, das die Medien zu Instrumenten der Wissensaneignung und -verwertung macht“, meint Axel Mugge-Dinn, der als Lehrer für Informatik, Sozialwissenschaften und Kunst immer wieder die Erfahrung macht, wie wichtig es ist, dass junge Menschen nicht zu bloßen Konsumenten digitaler Techniken werden. Sie brauchen neben einem theoretischen Grundverständnis davon, wie die Medien funktionieren, auch die praktische Übung, in der Anwendung von digitalen Werkzeugen bei der Arbeit an eigenen Produkten.

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