MINT-Klasse im JuLab des Forschungszentrums Jülich

Das MINT-Programm für unsere MINT-Neigungsklasse sieht für die Stufen 8, 9 und 10 jeweils eine Fahrt zum Schülerlabor JuLab des Forschungszentrums Jülich vor. Im November war es auch für die aktuelle 9.1 wieder so weit. Sie besuchte das „JuLab“ zum Thema „Laborrallye“. Frau Breuer, Klassenlehrerin und Fachlehrerin für Mathematik und Chemie berichtet:

Das Campusgelände ist sehr groß und man konnte es erst nach Voranmeldung und strenger Kontrolle betreten. Nach einem zehnminütigen Fußweg erreichten wir das moderne Gebäude des JuLabs, das durch seine ansprechenden funktionalen Räumlichkeiten und vor allem durch seine – den hohen Sicherheitsanforderungen entsprechenden- Labore besticht.

Nach einführenden Gesprächen, die sich mit den Forschungsschwerpunkten des FZ Jülich auseinandersetzten, und einer Sicherheitseinweisung des Laborleiters startete die Laborrallye.

Wer jetzt dachte, es handelt sich dabei um besondere Schnelligkeit bei Durchführung chemischer Experimente, sah sich getäuscht – denn bei der Laborrallye geht es um wichtige Grundsätze naturwissenschaftlicher Arbeit: absolute Sauberkeit, größtmögliche Genauigkeit, Exaktheit und forschend-entwickelnde Gedanken. Nur wer diese Eigenschaften bei allen Stationen umsetzt, hat die Chance hier Gewinner zu werden und darf den Titel „Laborchampion“ tragen.

Fünf Versuche aus den Bereichen Labortechnik und Analysenerfahren hatten die Mitarbeiter des  JulLab für die Schülerinnen und Schüler vorbereitet, die sie in Partner- bzw. Gruppenarbeit erledigen sollten.

Die einzelnen Gruppen bekamen jeweils ein Proben-Set mit verschiedenen Stoffen, die sie an ausgewählten Stationen mit Hilfe von Photometrie, Gas- und Dünnschicht-Chromatographie und Titration analysierten. An einer Station durften die Schülerinnen und Schüler sogar ein Präparat (Acetylsalicylsäure (ASS)) selber herstellen und per Schmelzpunktanalyse auf Reinheit untersuchen.

Alle Anweisungen konnten dabei einem ausführlichen Laborheft entnommen werden, in dem auch alle Ergebnisse dokumentiert und dazugehörende Fragen beantwortet werden mussten.

Mit Laborkittel, Handschuhen und Schutzbrille sowie dem ausführlichen Laborheft,in dem alle Ergebnisse dokumentiert werden sollten, gerüstet gingen die Schülerinnen und Schüler zu Werke.

Den Schülerinnen und Schülern machte die Arbeit in dieser realen Laborumgebung sehr viel Freude und alle waren mit großem Arbeitseifer bei der Sache. Bei einigen von ihnen festigte sich der Gedanke im späteren Berufsleben vielleicht in diese Richtung zu gehen.

Der lange Labortag wurde durch eine gemeinsame Mittagspause unterbrochen, in der die SuS zusammen mit den Forschern, Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeitern ihr Mittagessen einnahmen und ihren Gesprächen lauschen konnten. Sie spürten dabei, wie die interdisziplinäre Zusammenarbeit die Campusmitglieder zu einer großen Gemeinschaft verbindet, was durch den wertschätzenden Umgang miteinander augenfällig wurde.

Nach dem Mittagessen wurde den Schülerinnen und Schülern der „Supercomputer“ gezeigt, der mit einer maximalen Rechenleistung von 5,9 Petaflops zu den größten der Welt zählt. Das entspricht fast 6 Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde oder ungefähr der Leistung von 100.000 modernen PCs.

Nach dem zweiten Laborabschnitt am Nachmittag waren die meisten Schülerinnen und Schüler mit ihren Versuchen fertig und konnten ihre Ergebnisse zu Kontrollzwecken abgeben.

Unsere Gewinner, Lukas und Paul, bekamen als Preis jeder eine Bohne mit dem eingelaserten Logo. „Laborchampion“. Ja, richtig gelesen – eine Bohne. Aber eine Bohne, die es in sich hat. Pflanzt man sie ein und pflegt sie gut, so steht auf dem ersten Keimblatt wieder das Logo. Die Forschungen rund um das Know-how dieser Bohne führten übrigens zu einem Nobelpreis.

Nach einem langen, anstrengenden, arbeitsintensiven Tag, der jedoch auch viel Arbeitsfreude vermittelte, waren sich die meisten sicher: Wir freuen uns auf den nächsten Besuch im JuLab.

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