Einfach überzeugend: „Kasimir und Karoline“

Foto: Antonia Brunen

Wieder einmal hat die Aufführung der Theatergruppe unter der Leitung von Michael Schubert ein großes Publikum begeistert. Mit „Kasimir und Karoline“ von Ödön von Horvath beeindruckte das Ensemble am Wochenende gleich mit zwei Aufführungen im Forum der Gesamtschule Hardt durch seine unglaublichen schauspielerischen und dramaturgischen Leistungen.

Im Rampenlicht standen Sandro Leuchtenberg, Astrid Schotten, Florian Schneider, Marita Esser, Viviane Josef, Julia Helmgens, Peter Schatten, Hannah Arnolds, Teresa Cousin, Yaren Gül und hinter der Technik Thorben Gormanns. Moralische Unterstützung leisteten dabei Kim Lange, Celina Kopp, Antonia Brunen, Tristan Schimmang. Hier ein Besucherkommentar, der die Aufführung nicht besser beschreiben könnte:

„Herzlichen Dank für die phantastische Aufführung am gestrigen Abend! Die Qualität der Inszenierungen Eurer Gruppe kenne ich ja, wodurch natürlich auch der Anspruch von Jahr zu Jahr wächst, den man als Publikum (oder Teil dessen …) hat. Es ist faszinierend zu sehen, wie sich das Ensemble entwickelt, Abgänge kompensiert und neue Darsteller/innen integriert, diesen aber auch genug Zeit und Raum lässt, ihren eigenen Weg zu finden auf diesen Brettern, die alles und noch mehr bedeuten können. Und dabei immer wieder neue, überraschende Akzente setzt.

Die Inszenierung von „Kasimir und Karoline“ wirkt leichter als die Aufführungen der vergangenen Jahre, weniger Schwermut und tiefste menschliche/seelische Abgründe (aber immer noch genug davon …). Und wiederum schafft das Ensemble es, den Zuschauer mitzunehmen, zu packen, stellenweise aufzurütteln, aber dann auch immer wieder zu Erheitern.

Ohne aufwändiges Bühnenbild oder Dekoration, ohne Kostüme oder Maske. Jeder muss sich auf seine Mitspieler, das Timing und seine Fähigkeiten verlassen, seine Mimik, Gestik, Stimmlage. Und das klappt hervorragend. Einzig unterstützt von einer (allerdings wirklich perfekten!) Ton- und Lichtregie.

Anderhalb Stunden (mit kurzer Pause in der Mitte) vergehen rasend schnell, und dann kommt der Schluss …

Eine Szene, wie ich sie so großartig noch nie gesehen habe und die mir jetzt, 14 Stunden später beim Schreiben dieses Kommentars, immer noch eine heftige Gänsehaut über Rücken und Arme jagt. Unfassbar stark, intensiv, perfekt getimt und das gesamte Stück auf einen kurzen Augenblick verdichtend. Unglaublich gut, ich kann es immer noch nicht glauben!

Das gesamte Team hat erstklassige Arbeit geleistet…“ (Michael Lange)

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