Bon appétit!


Das Programm des Erasmus+ Projektes ‚Mens fervida in corpore sano‘ war entsprechend der zweijährigen Arbeitsphase und den zu präsentierenden Ergebnisse hochkarätig. Ein eigenes interkulturelles Kochbuch mit landestypischen Rezepten musste in einem Länderkochwettbewerb seine Praxistauglichkeit beweisen. Dass die recherchierten Kochanleitungen, Zutaten, Nährwerte und Tipps auch realistisch waren, hatten die Schülerinnen und Schüler aus den Jahresvorteams bereits in ihren Videoanleitungen getestet und festgehalten. Diese sind ganz leicht über Bilderkennung per Smartphone abrufbar. So können auch ungeübte Köche traditionelle Rezepte einfach nachkochen und sogar dank hilfreicher Tipps und Hinweise zeitgemäß und gesund zubereiten. (Mehr im Projektvideo oben und der folgenden Fotoreportage)

Ankunft des deutschen Teams in Lyon

Nun bietet sich Frankreich als Land, in dem Kochkunst und gutes Essen groß geschrieben werden, als Ausrichter eines finalen Kochwettbewerbs mit namhaften Köchen aus der Region in der Jury geradezu an.

Jury des Kochevents bei der Verkostung während des Länder-Menüwettbewerbs

Bereits einen Tag vor dem großen Event mussten drei SchülerInnen und Schüler jedes Landes zeigen, dass sie neben ihren Kochfähigkeiten auch Organisationstalent hatten. Zu ihren Aufgaben gehörte es, einen ausgewählten Gang für 80 Personen vorzubereiten und zu kochen. Zwei Tischdekorateure aus jedem Länderteam entwickelten die Ideen zu den Ländertischdekorationen und mussten nicht nur bei der Umsetzung kreativ sein, sondern auch mit minimalem Budget maximale Gestaltungskompetenz zeigen.

Das deutsche Kochteam Maike, Kim und Vanessa an der Tischdeko von Rosalie und Moritz

Am Sonntag früh klapperten und dampften die Pfannen und Töpfe unter den emsigen Vorbereitungen der jungen Köche in der Großküche der Schule. Die drei Gänge, die die Länderteams pünktlich auf die Tische zauberten, haben auch die erfahrene Jury zum Staunen gebracht. Am Ende hatte jedes Menü und jede Tischdekoration eine Auszeichnung verdient, auch wenn sich die Preise in Aspekten der Kreativität, Individualität und Gesundheit unterschieden.

Koordinationstreffen im Dekoteam mit Moritz und Rosalie

Das französische Team in Aktion

Paella für 80 Personen: Großeinkauf für das spanische Kochteam

Der warme Apple Pie des polnischen Teams war zum Dahinschmelzen.

Gutes Essen alleine reicht aber nicht alleine für einen „wachen Geist in einem gesunden Körper“. Wie körperliche und geistige Fitness mit gesunder Ernährung zusammenhängen, hatten die Projektteilnehmer in eigenen sportlichen Aktivitäten und Untersuchungen herausgefunden und ihre Ergebnisse in Form von Lernvideos auf die Projektwebseite hochgeladen. Neben der Möglichkeit die körperliche Fitness in Teamsportarten zu trainieren, stand auch die Entwicklung einer App auf der ToDo Liste, die in Quizform Wissen über Gesundheit abfragt und gleichzeitig den englischen Sprachwortschatz trainiert.

Teamsportarten im Vergleich mit ländergemischten Teams

Das transnationale Gewinnerteam der Projektolympiade

Workshop „Teaching tools“ mit Aliki, Sabrina, Anneli und Dina

Schokotesting: dem Geschmack der Schokolade auf der Spur.

Der größte Erfolg des Erasmus+ Projektes ‚Mens fervida in corpore sano‘ sind aber die vielen Freundschaften und Kontakte, die zwischen den Schülerinnen und Schülern der europäischen Länder entstanden sind und auch weiter gepflegt werden. Das Leben, die Geschichte und Kultur eines Landes verstehen kann man am besten, wenn man in den Alltag eingebunden ist und gemeinsam kocht, isst, Ideen entwickelt und auch feiert.

Stadtralley in Lyon

Besuch des Rugbyspiels

Gemeinsamer Einkauf für den Kochwettbewerb

Die Gesamtschule Hardt bedankt sich bei den Verantwortlichen ihrer Partnerschulen, allen ProjektteilnehmerInnen und den projektkoordinierenden Lehrerinnen und Lehrern.

(Media: D.Vollmer, Nikolas Proksch, Ferdinand Schall)

Erasmus+ Projekt 2015-2017

Mens fervida in corpore sano – „Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“.

Ziel des Projektes war die Entwicklung und Verbesserung von Kompetenzen wie verantwortliche und konstruktive Teamarbeit sowie die Vermittlung von Kenntnissen in Bereichen der Ernährung und körperlichen Fitness.
Mit Aufgabenstellungen zur Ausarbeitung eines Business-Plans zur Finanzierung des selbst erstellten internationalen Rezeptbuches und der Entwicklung einer App vermittelte das Projekt auch Wissen aus den Bereichen des Marketings und vieler neuer Technologien und Medien.

Nicht nur in der Theorie sondern auch in der Praxis beim Kochen selbst konnten die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer nützliche Fähigkeiten für ihr zukünftiges Leben entwickelt. Interkulturelle Dimension bekam das Projekt durch den Austausch seiner internationalen Teams, die sich während ihrer gemeinsamen Arbeit und in ihrer Freizeit auf Englisch verständigten.

Die Idee des Programms

Das Erasmus-Programm ist ein 1987 gegründetes Studentenaustauschprogramm der Europäischen Union (EU). Erasmus + ist das neue Programm, das alle derzeitigen Programme für Bildung, Ausbildung, Jugend und Sport der EU kombiniert, die im Januar 2014 begonnen wurde. Dieses Projekt verknüpft Partnerschulen aus Frankreich, Deutschland, Polen und Spanien und ist bereits die zweite europäische Zusammenarbeit, die sich in Qualität und Anspruch auszeichnet. In den vergangenen vier Jahren haben die beteiligten Lehrkräfte ein hohes Maß an Vertrauen und gegenseitigem Verständnis aufgebaut. Von ihrer wertvollen Teamarbeit profitieren auch die Schülerinnen und Schüler der nationalen Teams.

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung durch das Programm Erasmus+ der Europäischen Union“ finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

 

 

 

 

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