Schreiben für die Freiheit

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Amnesty Internationals „Briefmarathon an Schulen“ an der Gesamtschule Hardt. Ein kleiner – oder vielleicht doch gar nicht so kleiner – Anfang ist gemacht.

Zum ersten Mal, seitdem es den von Amnesty International 2014 ins Leben gerufenen „Briefmarathon an Schulen“ überhaupt gibt, nahm die Gesamtschule Hardt, initiiert von Frau Tenten, daran teil. Nicht viel Werbung war nötig, um neben der Klasse 8.1, die sich im Wesentlichen für den inhaftierten Ägypter Mahmoud Abu Zeid einsetzte, auch weitere Achtklässler sowie Neunt- und Zehntklässler zu gewinnen, die im GL- oder auch im Englischunterricht insgesamt 180 Briefe unter anderem für die Begnadigung Edward Snowdens schrieben. Eine schon ganz beachtliche Anzahl an Briefen, die zusammen mit den hoffentlich vielen vielen anderen Briefen ihre Wirkung nicht verfehlen.

Laut Amnesty International nahmen 2015 knapp 300 Schulen am Briefmarathon für Schulen teil. Die beteiligten Schülerinnen und Schüler schrieben fast 50.000 Briefe. „Ein toller Einsatz, der erfolgreich war. In Burkina Faso hat die Regierung das Gesetz zur Zwangsverheiratung geändert, die Demokratie-Aktivisten Fred Bauma und Yves Makwambal […] kamen aus der Haft frei, ebenso wie Phyoe Phyoe Aung aus Myanmar, die sich für ein freies Bildungssystem einsetzt.“ sagt Amnesty dazu.

In Hardt soll die Beschäftigung mit den Themen, die Amnesty International wichtig sind, weitergehen. Gedacht ist an eine AG, die sich mit den brennenden Themen um Menschenrechtsverletzungen, Ungerechtigkeit und Gewalt auseinandersetzt – Inhalte, die jenseits aller Unterrichtsfächer Engagement erfordern und den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben, in kleinen Schritten ihre Welt zu verändern.
U. Lua

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