Europa „Rheinischer Art“?

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Rievkoche, Grünkohl, Himmel un Ääd, mure Jubbel, Sauerbraten, Matjesfilets…alles nach „rheinischer Art“. Traditionelle Rezepte aus der Region werden gerade vom Erasmus+Team der Oberstufe für ein europäisches Projekt recherchiert, nachgekocht, probiert und fotografiert. Ziel ist ein internationales Kochbuch, das Schülerinnen und Schüler aus Spanien, Polen, Frankreich und Deutschland gemeinsam konzipieren und gestalten.

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Was das deutsche Erasmus Team für seinen Beitrag im internationales Kochbuch so auf die Teller seiner Austauschpartner bringen möchte, haben sie heute schon einmal live ausprobiert und getestet.

IMG_1183Traditionelle Rezepte haben Renaissance. Zurück zum Ursprünglichen ist der große Trend in der Kochszene: Heimisches Gemüse und regionale Küche sind angesagt. Bei der Recherche danach fragt man am besten die ältere Generation. Coaching und jede Menge Tipps bekam das Kochteam dann auch von Herrn Amels senior, der mit seiner Koch- und Backerfahrung aus seinem Berufsleben einen guten Einblick geben konnte.

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Rievkoche oder Schnibbelskoche – was ist der Unterschied? Wieso der Teig in der Pfanne „schwimmen“ muss und welche Kartoffelsorten sich dafür am Besten eignen, dies und mehr konnten die Schülerinnen und Schüler heute neben dem Kochen erfahren.

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Nebenbei entstand auch der erste Rezeptfilm für den eigenen youTube Kanal. Unterstützt und begleitet wurde das Filmteam dabei von der Grafikdesign Studentin Paula.

IMG_1171Reibekuchen ist das erste Fingerfood, das in Köln auf der Straße, sogar aus dem Küchenfenstern verkauft wurde. Die preiswerte Köstlichkeit lag vor mehr als hundert Jahren schon im Trend. Am besten schmecken die handgemachten Kartoffelküchlein daheim. Hier das Rezept für 4 Personen zum Nachbrutzeln:

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Zutaten

1 kg Kartoffeln
1 große Zwiebel
2 Eier
Salz
Muskat
Öl zum Braten

Tipps

Festkochende Kartoffeln eignen sich besonders gut. Wenn der Reibekuchenteig zu flüssig ist, kann er zusätzlich mit einem Löffel Kartoffelstärke gebunden werden.

Besonders aromatisch werden die Rievkooche mit Majoran oder Thymian. Kräuter entweder frisch oder getrocknet unter die Kartoffelmasse geben und die Küchlein wie gewohnt braten.

Zubereitung

Ein Leinentuch (dünnes Geschirrhandtuch) über eine Schüssel legen. Kartoffeln auf einer groben Küchenreibe in eine Schüssel reiben. Danach die Masse in dem Tuch über der Schüssel kräftig ausdrücken. Die aufgefangene Flüssigkeit stehen lassen, bis sich die Stärke am Boden absetzt. Die ausgedrückten Kartoffeln und Zwiebeln mit der aufgefangenen Stärke (das Restwasser wird weggegossen) und dem Ei in einer Schüssel verrühren. Kräftig mit Salz und Muskat würzen. In einer großen Pfanne reichlich Öl erhitzen. Mit dem Löffel kleine Häufchen der Reibekuchenmasse hineinsetzen und flach drücken. Die Rievkooche von beiden Seiten knusprig goldbraun braten. Herausnehmen und auf Küchenkrepp kurz abtropfen lassen.

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Mehr zum Projekt: 

Die Gesamtschule Hardt engagiert sich derzeit mit einer Gruppe aus Schülerinnen und Schülern der Oberstufe gemeinsam mit ihren Partnerschulen aus Lyon, Talavera und Warschau in einem internationalen ErasmusPlus Projekt. Unter dem Namen „Mens fervida in corpore sano“ entwickeln die internationalen Schülergruppen u.a. ein gemeinsames Kochbuch, das nicht nur „nährstoffreich“ bezüglich der Rezeptauswahl sein wird, sondern sich auch durch „ausgewogene“ Inhalte zu den Bereichen Gesundheit und Ernährung mit Mehrwert auszeichnen wird.
Neben regionalen Spezialitäten und traditionellen Herstellungsweisen, wird das Buch auch Reportagen und Interviews zu Themen wie Ernährungsstile, Nährstoffen, „Ess-Kulturen“ oder Anbaumethoden, Herstellung und Umgang mit Lebensmitteln beinhalten.
Crossmedial auf verschiedenen Kanälen und mit unterschiedlichen Medien werden die unterschiedlichen Beiträge von allen Ländergruppen auf einer eigens geschaffenen gemeinsamen Plattform (www.health.riberadeltajo.es) kontinuierlich ausgetauscht, diskutiert, weiterentwickelt oder einfach nur „geteilt“.
Während der einwöchigen Austauschtreffen in Warschau, Lyon, Talavera und Mönchengladbach finden gemeinsame praktische Workshops statt, die den internationalen Erfahrungsaustausch der Jugendlichen zwischen 16 und 20 Jahren und das persönliche Kennenlernen anderer Kulturen fördern. Finanziert wird das Projekt über zwei Jahre von der EU im Rahmen des ErasmusPlus Austauschprogramms.

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung des Programms ERASMUS+ der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

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