Auch ein Kunstwerk im öffentlichen Raum benötigt Pflege.

 

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Wer weiß eigentlich, dass auf dem Schulhof der Schule die Skulptur eines weltberühmten Künstlers steht? Seit dem Besuch der Volontärin des Abteiberg Museums bestimmt viel mehr Schülerinnen und Schüler…

Mit Wasserschlauch und Spachtel hatte sich Anika Schmidt für ihren Arbeitstag vorgenommen, die Skulptur Ulrich Rückriems, die vor dem Selbstlernzentrum steht, von den Spuren der Zeit zu befreien. Die vorbeikommenden Schülerinnen und Schüler – und auch einige Lehrerinnen und Lehrer – erfuhren dann von ihr, dass Ulrich Rückriem noch lebt und dass er viele Skulpturen erschaffen hat, die aus großen Steinblöcken bestehen. Oft hat er diese als Mahnmale konzipiert, um an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern.

Bei diesem Kunstwerk ist das jedoch nicht der Fall. Es entstand im Jahr 1970 und ist ein gespaltener Dolomit, den Ulrich Rückriem für die damalige Gemeinschaftshauptschule in Hardt entworfen hat.

So beschreibt Ulrich Rückriem selber den Herstellungsprozess:

„Im Steinbruch ausgewählter Rohblock, durch Parallelschnitte gleichen Abstands in Schichten zerlegt, durch einen ausgewählten Schnitt in die beiden Teilblöcke a und b definiert, diese – einander gegenüber – auf der gemeinsamen Schnitteben (Grundfläche) zu ihren ursprünglichen Formen aufgeschichtet.“ (Ulrich Rückriem, Skulpturen 1968 – 1973, Köln, 1973.)

So sah „der Rückriem“ vorher aus:

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Und so nach Frau Schmidts Arbeitstag:

 

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